Intimität neu erleben

(Blog-Serie | Teil 3)

Wenn der Kopf übernimmt und der Körper verstummt 


Warum so viele Menschen Intimität denken – statt sie zu erleben

Wir leben in einer Gesellschaft, die Denken über Fühlen stellt und den Kopf über den Körper. Nach dem Motto "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" wird sogar Kontrolle über die eigene Wahrnehmung gesetzt. 

Das zeigt sich überall – und ganz besonders in der Intimität. 

Der Monkey Mind im Bett 

Viele Menschen sind beim Sex nicht wirklich da, weil sie in Gedanken sind. Gedanken sind meistens wertend und auf die äußere Welt bezogen, auf die Vergangenheit, die Zukunft oder auf Materielles:
 

  • „Sehe ich gut aus?“
  • „Mache ich es richtig?“
  • „Kommt gleich der Orgasmus?“
  • „Bin ich genug?“


Während man im Denken ist, ist der Körper zwar anwesend, aber die Aufmerksamkeit ist es nicht. Doch: Wo keine Aufmerksamkeit ist, fließt keine Energie, was bedeutet, dass man energetisch nicht im Körper anwesend - nicht präsent - ist, wenn man im außen ist. 

So wird der Körper taub für feine Signale und die Lust reduziert sich ausschließlich auf Genitalempfindungen. Alles darüber hinaus verschwindet mit der Zeit. Der Körper wird schlichtweg übergangen - viele viele Male. Manche Menschen „fühlen“ ihren Körper nur noch grob: Hunger. Schmerz. Sexuelle Erregung. Müdigkeit.


Die subtilen, feinen, leisen und magischen Ausdrucksformen unseres innersten Wesenskerns bleiben im Verborgenen. Sie werden übertönt von dem ganzen Lärm, von zu viel Geschwindigkeit, zu viel Performance, Machen, Überreizung und Überstimulation.

"Manche Menschen sterben, ohne das Lied ihrer Seele je gesungen zu haben..." 

...Doch bevor ich es singen kann, sollte ich es mir erst einmal selbst anhören. Das geht am besten in Stille, in einem Zustand tiefer Entspannung. Entspannung ist das Gegenteil von Spannung.


Spannung als Energiebremse 

Energie fließt ungehindert dort, wo Entspannung ist. Und genau hier liegt ein großes Missverständnis: Viele Menschen denken, sie seien entspannt oder benutzen Sex, um danach entspannt zu sein...

Aber ihr Körper ist es nicht. Die Menschen der westlichen Welt leben heutzutage zu 70% im Dauerstress - ein Zustand, der maximal ungesund ist und unseren Körper regelrecht in eine Art Daueranspannung zwingt.

Typische energetische Engstellen bzw. Bereiche, wo der Körper häufig unbewusst angespannt ist: 

  • Kiefer (Zähne zusammenbeißen)
  • Solarplexus (Muskulatur rund um das Zwerchfell)
  • Perineum (Dammbereich)
  • Beckenboden


Daueranspannung blockiert Lust.
 
Darüber hinaus blockiert dauerhafte Anspannung die eigene Wahrnehmung und die Verbindung - mit sich selbst und mit einem anderen Menschen. Wir fühlen uns "abgetrennt" von unserem Körper. Doch solange diese Spannungen da sind, bleibt auch die Lust begrenzt. Oder sie wird explosiv – statt nährend. 


Meditation allein reicht nicht 

Ja – Meditation ist wertvoll und ich persönlich erachte es als sinnvoll, sie regelmäßig zu praktizieren. Aber viele Menschen nutzen sie, um wegzugehen. Nicht, um tiefer in den Körper zu kommen. Und genau hier liegt eine Gefahr, die ganz typisch für die spirituelle Szene ist:

Überspiritualisierung.

In "Licht und Liebe" abheben und sich im Gewand von „Bewusstsein“ vom eigenen Körper zu dissoziieren.

Tantra – richtig verstanden – geht einen anderen, ganzheitlicheren Weg:

Tantra bringt zuerst das Bewusstsein in den Körper zurück. 
 

Nicht nach oben, nicht nach unten. Sondern nach innen. Und genau hier beginnt der Übergang zur nächsten Ebene. Genau hier öffnet sich der Raum für Intimität 2.0. 


Weil Spüren allein oft nicht reicht.

Viele Menschen fühlen etwas – wissen aber nicht, wie sie damit in Verbindung bleiben können oder was sie überhaupt damit anfangen sollen. Manche Menschen haben sogar große Angst davor...

Nutze gerne meine Angebote, wie die Body in Resonance Session, Tantra-Gruppenabende oder Einzelsessions (auch für Paare), in denen ich dich darin begleite, vom Kopf wieder mehr in den Körper zurück zu kommen und dir selbst und anderen auf Augen- und Herzenshöhe zu begegnen. 

Lass uns einen Schritt weiter gehen... Im nächsten Artikel öffnet sich ein Raum, in dem nichts erreicht werden muss, der Körper einfach einmal entspannen darf und dabei ganz nebenbei noch energetisiert wird:

Energetic Love Making💫 


Ich verstehe darunter Intimität ohne Performance, ohne Ziel, ohne Druck. Begegnung jenseits des Körperlichen an einem Ort, an dem sich das Tor in eine vollkommen neue Dimension öffnet.

→ Energetic Love Making💫: Die Kunst der energetischen Begegnung